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Aktuelle Argus Analyse – Deutscher Inlandsmarkt

Branche erörtert Umgang mit Heizölstornierungen


Die Mineralölbranche diskutiert, wie damit umgegangen werden kann, dass Endkunden Heizölkäufe nach einem bereits gültigen Urteil des BGHs vom 17. Juni kostenlos widerrufen können. So könnten Händler einen Risikoaufschlag im Preis miteinkalkulieren, um sich gegen Verluste zu schützen, die entstehen wenn Endverbraucher einen Auftrag stornieren und bei gefallenen Konditionen wieder einkaufen. So würden Kosten an den Kunden weitergegeben. Marktteilnehmern zufolge könnten einzelne Händler auch Kunden, die mehrfach stornieren, meiden. Da das Widerrufsrecht bis zur Lieferung gilt, könnten sich Lieferzeiten verkürzen und so die Chance des Widerrufs minimiert werden. Unabhängig davon meinen manche Marktteilnehmer, dass die Gesetzgebung noch revidiert werden könnte. Der UNITI-Verband geht beispielsweise mit einer Anhörungsrüge gegen das Urteil des BGHs vor. 

Bisher merken Händler noch keine drastische Zunahme von Stornierungen. Einige Marktteilnehmer rechnen jedoch damit, dass Widerrufe in Zukunft besonders bei Kunden, die im Internet bestellen, zunehmen könnten. Diese Kunden würden sich über Preisveränderungen informieren und den Preisvorteil suchen.

Anhaltende Trockenzeit verstärkt Preisunterschiede innerhalb Deutschlands


Die Trockenzeit, die den Rheinpegel niedrig und die Frachtraten hoch hält, soll laut Wettervorhersagen mindestens bis Anfang kommender Woche anhalten. Die Schifffahrtsbeschränkungen haben traditionelle Preisunterschiede innerhalb Deutschlands maßgeblich verstärkt, und wenn der Wasserspiegel sich wieder normalisiert, ist abzusehen, dass Großhandelspreise am Rhein sich wieder denen in Hamburg annähern.

Diesel ist in der Rhein-Main Region seit Anfang letzter Woche ca. €2/100l teurer als in Hamburg, im Vergleich zu einem durchschnittlichen Unterschied von nur €0,60/100l im Juni. Der Unterschied zwischen Dieselpreisen in Duisburg und Hamburg hat sich in derselben Zeit auf über €0,50/100l verdoppelt. Diesel ist in Hamburg normalerweise billiger als an der Rheinschiene, weil in Hamburg Frachtschiffe von 35.000 Tonnen gelöscht werden können, die billiger sind als Binnenschiffe von bis zu 2.000 Tonnen. 

Der große Unterschied zwischen Dieselpreisen in Frankfurt und Hamburg liegt nur teilweise an den hohen Rheinfachtraten. Laut PJK kostet es heute €28,65 pro Tonne, Diesel von Rotterdam nach Frankfurt zu transportieren, mehr als zweieinhalbmal so viel wie Anfang Juli.

Gleichzeitig hat der niedrige Wasserstand dafür gesorgt, dass weniger Ware in Rheinlägern ankommt, während Hamburger Läger keinen solchen Beschränkungen unterliegen. 

Diese Artikel stammen aus dem Argus Handel Report, unser Bericht zum Inlandsmarkt für Mineralölprodukte für Deutschland. 

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